Suchtprävention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der Politik, Schule und Bildung, sowie die Arbeitswelt eine zentrale Bedeutung einnehmen. In den Lebenswelten Schule und Arbeit können die meisten Menschen erreicht werden. Dies dokumentiert sich in dem seit 2016 in Kraft getretenem Präventionsgesetz, indem die Lebenswelten Schule und Betriebe als besonders förderungswürdig herausgestellt werden.

Die betriebliche Suchtprävention hat zum Ziel, die Menschen frühzeitig mit präventiven Botschaften zu erreichen und die Betriebe so zu gestalten, dass sie die Suchtprävention strukturell unterstützt. Das bedeutet: Einerseits werden in Betrieben Maßnahmen ergriffen, die der Einschränkung des Suchtmittelkonsums  - legale wie illegale - und der Verringerung von Risiken am Arbeitsplatz dienen. Zum anderen wird die Stärkung persönlicher und sozialer Fähigkeiten gefördert. Betriebe und Unternehmen unterstützen aktiv, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortungsbewusste Einstellungen und Verhaltensweisen entwickeln. Insbesondere Führungskräfte werden im Rahmen von betrieblicher Suchtprävention unterstützt, ihre Kompetenzen zur Ansprache von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu stärken und auszubauen.

Zur Betrieblichen Suchtprävention gehört: Vorbeugung, Intervention, Beratung und Hilfe im Rahmen eines betrieblichen Gesamtkonzepts. Sie richtet sich auf verschiedenen Ebenen an die entsprechenden Zielgruppen: Auszubildende, Mitarbeiterschaft, Personal- und Führungsverantwortliche, Multiplikatoren des BGM.

Betriebe unterschieden sich stark in ihrer Genese, Aufgabe, Struktur und damit auch im Profil der Mitarbeiterschaft und der Führungskräfte sowie in der vorherrschenden Belastung. Dieser Diversität wird Rechnung getragen, indem bei den Betrieben im Rahmen der Betrieblichen Suchtprävention ein auf sie zugeschnittenes und mit der Betriebsführung abgestimmtes Unterstützungsmanagement eingesetzt wird.

Dieses Unterstützungsmanagement lässt sich in folgende Module aufteilen:

Die Landesstelle für Suchtfragen der Liga der freien Wohlfahrtspflege vertritt die Suchtberatungsstellen und Fachstellen für Suchtprävention der Liga-Verbände in Baden-Württemberg. Die Fachstellen blicken auf eine jahrelange Erfahrung in der Beratung des Aufbaus und der Begleitung einer betrieblichen Suchtprävention zurück. Sie arbeiten nach den „Qualitätsstandards in der betrieblichen Suchtprävention und Suchthilfe der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen - DHS“. Bei notwendigen Interventionen vor Ort sind sie Ansprechpartner bei Beratungs- und Hilfebedarf für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Auskunft erhalten Sie auch direkt bei der Geschäftsstelle unter This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. oder persönlich unter 0711-6196732 (Frau Niemeier, Referentin für Suchtprävention).

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen bietet ein umfangreiches Informationsportal rund um das Thema Betriebliche Suchtprävention an: www.sucht-am-arbeitsplatz.de